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Internationale Währungscodes nach ISO 4217
ISO 4217 ist die von der
International Organization for Standardization
publizierte Normung für Währungs-Abkürzungen,
die im internationalen Zahlungsverkehr zur eindeutigen
Identifizierung benutzt werden sollen.
Die Abkürzungen umfassen jeweils drei Buchstaben; dabei
stehen die ersten beiden Buchstaben (nach
ISO 3166) für das Land
(beispielsweise US für die Vereinigten Staaten) bzw. die
suprastaatliche Einheit (z. B. EU für Europäische
Union). Der letzte Buchstabe ist in der Regel der
Anfangsbuchstabe des Währungsnamens, so beispielsweise D
für Dollar. Gemeinsam mit dem Länderkürzel, z. B. AU für
Australien, ergibt dies AUD als genormte Abkürzung für
den Australischen Dollar.
Von dieser Regel wird jedoch aus zwei Gründen teilweise
abgewichen: zur besseren Lesbarkeit, wie R für den
Euro (EUR) oder B für den Russischen Rubel (RUB)
wenn in einem Land nach einer Währungsreform eine neue
Währung eingeführt wird, deren erster Buchstabe schon
belegt war. So hat z. B. der Bulgarische Lew den
Währungscode BGN, um ihn vom alten Lew mit dem Kürzel
BGL zu unterscheiden, oder auch der neue Russische Rubel
RUB im Unterschied zum alten Rubel RUR.
Währungen, die nicht von einem Einzelstaat oder
Staatenbund herausgegeben werden, der durch ein Kürzel
klar definiert ist, haben als ersten Buchstaben ein X.
Die beiden folgenden Buchstaben geben die Währung an.
Dies ist sowohl bei Währungsunionen der Fall, die keinem
durch Kürzel definierten Staatenbund zugehörig sind (z.
B. der Ostkaribische Dollar (XCD)), als auch bei den
IWF-Sonderziehungsrechten (XDR).
Nach ISO 4217 werden auch nicht-geldliche
Wertaufbewahrungs- und Transaktionsmittel erfasst; so
wird Gold beispielsweise mit XAU abgekürzt, Silber mit
XAG. Transaktionen, in denen keine Währung verwendet
wird, werden mit XXX gekennzeichnet.
Neben der Buchstabenkodierung werden auch dreistellige
Zifferncodes verwendet.
Quellen
Seite zuletzt aktualisiert am
05.02.2012